Glimmer hat als wichtiges Silikatmineral eine chemische Zusammensetzung und Kristallstruktur, die seine breite Anwendung in der Industrie bestimmt. Der Hauptbestandteil von Glimmer ist hydratisiertes Aluminosilikat, dessen chemische Grundformel als KAl₂(AlSi₃O₁₀)(OH)₂ dargestellt werden kann, wobei Kalium (K) das übliche Kation ist. Abhängig von der Art des Glimmers kann Kalium jedoch durch Natrium (Na), Kalzium (Ca) oder Barium (Ba) ersetzt werden. Die Kristallstruktur dieses Minerals gehört zu Schichtsilikaten, die aus abwechselnden Stapeln von Silizium--Sauerstofftetraedern und Aluminium-Sauerstoffoktaedern gebildet werden, die durch schwache Bindungen zwischen den Schichten verbunden sind, was Glimmer eine einzigartige Spaltungseigenschaft verleiht. -Es kann entlang der (001)-Richtung in dünne Schichten abgeschält werden.
Siliziumdioxid (SiO₂) und Aluminiumoxid (Al₂O₃) sind die Hauptbestandteile von Glimmer und machen typischerweise mehr als 70 % aus. Muskovit enthält beispielsweise etwa 49 % SiO₂ und etwa 30 % Al₂O₃; Phlogopit hat aufgrund seines Magnesiumgehalts (Mg) einen etwas geringeren SiO₂-Anteil, sein Magnesiumoxidgehalt (MgO) kann jedoch 16 %-18 % erreichen. Darüber hinaus enthält Glimmer häufig Spurenelemente wie Eisen, Titan und Mangan. Das Vorhandensein dieser Elemente beeinflusst die Farbe und die physikalischen Eigenschaften von Glimmer; Beispielsweise hat schwarzer Glimmer (wie Biotit) einen höheren Eisengehalt, während weißer oder heller Glimmer (wie Muskovit) weniger Verunreinigungen aufweist.
Die Zusammensetzung verschiedener Glimmerarten variiert erheblich. Muskovit zeichnet sich durch einen hohen Kalium- und Silizium-Aluminium-Gehalt aus, weist eine starke chemische Stabilität und eine Hitzebeständigkeit von über 1100 Grad auf und wird häufig in elektronischen Isoliermaterialien verwendet. Phlogopit enthält mehr Magnesium und hat eine noch höhere Hitzebeständigkeit (bis zu 1200 Grad), wodurch es für industrielle Umgebungen mit hohen Temperaturen geeignet ist; Biotit hat aufgrund seines Eisen- und Titangehalts schlechte elektrische Eigenschaften, kann aber als Dekorationsmaterial oder Asphaltfüller verwendet werden.
Die Schichtstruktur von Glimmer verleiht ihm hervorragende physikalische Eigenschaften: niedrige elektrische Leitfähigkeit (10¹⁴-10¹⁶ Ω·cm), hohe Durchschlagsfestigkeit (200–500 kV/mm), chemische Beständigkeit und gute Bearbeitbarkeit. Aufgrund dieser Eigenschaften wird es häufig in der Elektronik, Baumaterialien, Kosmetik und anderen Bereichen eingesetzt. In der Elektronikindustrie werden Glimmerplättchen als Isolationsschichten für Kondensatoren verwendet; in Baumaterialien wird Glimmerpulver als verstärkender Füllstoff in feuerhemmenden Beschichtungen und Kunststoffen verwendet; und in der Kosmetik wird sein Glanz als Perlglanzmittel verwendet.
Internationale Standards klassifizieren Glimmer hauptsächlich nach Partikelgröße, Reinheit und Weißgrad. Glimmer in Industriequalität erfordert einen SiO₂-Gehalt von mindestens 45 %, einen Weißgrad von mindestens 85 % und eine Partikelgrößenverteilung zwischen -15 μm und 200 Mesh. Beispielsweise erfordert Glimmerpulver, das zur elektronischen Isolierung verwendet wird, eine strenge Kontrolle des Eisengehalts (<0.5%) to avoid increased conductivity; while cosmetic-grade mica requires a whiteness ≥90%, and the content of heavy metals (such as lead and arsenic) must meet food-grade standards.